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Neue russische Angriffswelle auf Kyjiw: Zwei Tote und erneut zivile Schäden

Russland hat Kyjiw und weitere ukrainische Regionen erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. In der Hauptstadt wurden mindestens zwei Menschen getötet; die Lage bleibt dynamisch.

Stand: 7. Oktober 2026, 08:30 Uhr MESZ.

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. Nach Angaben ukrainischer Behörden wurden in Kyjiw mindestens zwei Menschen getötet. Gebäude und Lagerhallen wurden beschädigt. Reuters berichtet von nahezu täglichen russischen Luftangriffen in einer Phase, in der die Ukraine vor weiteren Angriffen auf Energie- und Verkehrsinfrastruktur warnt.

Angriffe in mehreren Regionen

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, militärisch-industrielle Ziele in Kyjiw und weiteren Regionen angegriffen zu haben. Genannt wurden unter anderem Anlagen, die mit der Produktion von Drohnen und Marschflugkörpern in Verbindung stehen sollen. Russische Angaben zu konkreten Zielerfolgen lassen sich im laufenden Krieg nicht unabhängig in Echtzeit verifizieren.

Ukrainische Behörden meldeten Schäden auch an zivilen Gebäuden. Für die völkerrechtliche Bewertung jedes Einschlags sind Ziel, eingesetzte Waffe, erwartbarer ziviler Schaden und Vorsichtsmaßnahmen entscheidend.

Der Winter erhöht den Druck

Die Angriffswelle trifft die Ukraine vor der kalten Jahreszeit. Russland hat wiederholt Energieanlagen angegriffen. Treffer können weit über den Einschlagsort hinaus wirken, weil Strom, Wärme und Wasser ausfallen. Deutschland und andere Partner haben zusätzliche Unterstützung für Luftverteidigung und Energieinfrastruktur angekündigt.

Auch Ukraine greift tief in Russland an

Parallel hat die Ukraine Langstreckenangriffe auf russische Energie- und Treibstoffinfrastruktur ausgeweitet. Bei einem großen Drohnenangriff auf die Region Moskau wurden nach russischen Angaben am Vortag zwei Menschen getötet. Kyjiw begründet Angriffe auf Raffinerien und Logistik damit, Russlands Kriegsführung und Energieeinnahmen zu schwächen.

Das Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung gegen den russischen Angriffskrieg erlaubt Angriffe auf militärische Ziele auch auf russischem Gebiet. Es entbindet keine Konfliktpartei von den Regeln des humanitären Völkerrechts. Zivilpersonen bleiben auf beiden Seiten geschützt.

Die heutige Bilanz ist vorläufig. Rettungsarbeiten laufen; Angaben zu abgefangenen Flugkörpern und Schäden können sich ändern.

Quellen

Redaktioneller Hinweis: Vorläufiger Stand 7. Oktober 2026, 08:30 Uhr MESZ.